Case · Öffentliche Institution
Social Media,
wo's um mehr geht
als Klicks.
Eine Feuerwehr macht ned Marketing für ein Produkt. Sondern für Nachwuchs, Aufklärung, Anerkennung und Vertrauen einer ganzen Stadt. Seit zwei Jahren betreuen wir die Kanäle der Freiwilligen Feuerwehr Landshut – auf Facebook, Instagram und TikTok. Mit dem ned-verhandelbaren Anspruch, dass jeder Post das Vertrauen, das die Wehr genießt, ned aufs Spiel setzt.
KUNDE
Freiwillige Feuerwehr Stadt Landshut
ZEITRAUM
Seit 2024 – fortlaufend
BRANCHE
Öffentliche Institution, Nachwuchs
& Bürgerkommunikation
SPEKTRUM
Social Media, Content-Strategie,
Bild- & Videoproduktion
01 · AUFGABE
Ned eine Disziplin.
Vier auf einmal.
Eine Feuerwehr in der heutigen Zeit braucht digitale Sichtbarkeit. Aber andere als ein Bekleidungsgeschäft oder ein Café. Hier geht's ned um Konversion – sondern um Verantwortung.
Vier Ziele liegen gleichzeitig auf dem Tisch, jedes mit eigener Stimme, eigenem Ton, eigener Bildwelt:
Was das schwierig macht: All das muss in einem Feed funktionieren. Der gleiche Kanal, der heute mit einem TikTok-Reel 15-Jährige für die Jugendfeuerwehr begeistern soll, muss morgen einen ernsten Einsatzbericht in der richtigen Tonlage hinkriegen. Übermorgen vielleicht Tag der offenen Tür, dann wieder Rauchmelder-Aufklärung.
Und – die wichtigste Linie: Keine Bilder, die Opfern, Angehörigen oder Einsatzkräften schaden. Keine Sensation aus Tragödien. Keine Klick-Optimierung gegen die Würde des Berufs. Das ist die ned verhandelbare Grundlinie.
„Bei einer Feuerwehr schreibst keinen Klick-Bait.
Da geht's ned um Reichweite um jeden Preis.
Da geht's drum, dass die richtigen Leut reinsehen
– der 16-Jährige, der überlegt Jugendfeuerwehr,
die Oma in der Niederfeldstraße, die a Rauchmelder
hat, aber ned weiß ob er funktioniert. Algorithmus
is bei uns Werkzeug, ned Zweck.“
02 · LÖSUNG
Drei Säulen,
eine Stimme.
Wir haben den Content in drei Säulen organisiert, die sich abwechseln – ned starr nach Wochenplan, sondern flexibel nach Anlass. Über die zwei Jahre hat sich daraus eine erkennbare Stimme entwickelt, die zu Landshut, zur Wehr und zur Tonalität der Stadt passt.
Säule 1 — Menschen. Die Wehrleute selbst. Wer sie sind, was sie machen, warum sie's machen. Porträts, Behind-the-Scenes, Übungstage. Das stärkt Vertrauen und Anerkennung – ohne Heldenpose, dafür mit echten Gesichtern. Ein Porträt-Reel über Markus, einen ehrenamtlichen Wehrmann, hat allein über 400.000 Mal auf Facebook und Instagram funktioniert.
Säule 2 — Wissen. Aufklärung in kurzen Formaten. Rauchmelder-Pflicht, Verhalten im Brandfall, Notruf 112, was tun bei Stromausfall. Reels und Karussells, die man auch mal abspeichert – ned nur durchscrollt.
Säule 3 — Stadt. Was die Wehr für Landshut konkret tut. Einsatzbilanzen ohne Sensation, Tag der offenen Tür, Beiträge zur Stadtgeschichte, Kooperationen mit anderen Stadtteilwehren. Lokal verankert, ned austauschbar. Ein einzelner Beitrag aus dieser Säule hat im Frühjahr 2025 eine halbe Million Aufrufe erreicht – ohne Klick-Bait, ohne Sensation.
Und übergreifend: Tonalität bayerisch-direkt, aber respektvoll. Niemals reißerisch. Niemals auf Kosten von Betroffenen. Wenn ein Einsatz schwer war, sagt man's. Wenn ein Übungstag witzig war, sagt man's auch. Beides hat seinen Platz – aber jeder Beitrag wird zweimal angeschaut, bevor er rausgeht.
03 · ERGEBNIS
Wenn die Haltung
stimmt, kommt
die Reichweite.
-
+830%
Instagram-Reichweite
40.520 → 379.602 -
+305%
Facebook-Follower
587 → 2.363 neue -
500K
Aufrufe eines einzelnen
Facebook-Posts -
547K
TikTok-Videoaufrufe
im ersten Jahr
„Wir machen Social Media für a Feuerwehr, ned für a Marke. Des is a Unterschied. Und der Unterschied is, dass jeder Beitrag das Vertrauen, das die Wehr in der Stadt genießt, weiter tragen muss – ned ausnutzen. Dass die Zahlen dabei mitkommen, is uns recht – aber ned der Grund.“
— Sebastian Öllerer FFW Landshut